Ankündigung

 

Die Mauer ist nur zur Hälfte gefallen

 

Am 09. November fangen wir mit der zweiten Hälfte an


Der Mauerfall ist noch lange nicht vollbracht. Gesichert ist, vor 20 Jahren ist die Betonmauer gefallen. Wir haben uns angeschlossen an die Bundesrepublik Deutschland, sind angegliedert worden und haben es uns auch geschehen lassen - nur eingegliedert sind wir noch lange nicht.
Vor 20 Jahren lockte man uns mit Blühenden Landschaften. Damals hieß es: in zehn Jahren. Die Blümchen blieben aus.
Ausser einigen Experimentierfeldern ist hier nicht viel entstanden. Der Demokratische Kapitalismus fabrizierte einige davon schon wieder ins Aus. Nur ein gravierendes Beispiel: Genmais-Felder schossen aus dem Boden. Für niedrige Ernteertragssteigerungen veröden die Anbauflächen. Die profitabelsten Steigerungen gibt es nun beim Einsatz der Pestizide.
Dieser Demokratische Kapitalismus hat Hartz IV erschaffen. Zügig schießen damit Blüten empor. Ein-Euro-, Mini- und 400-Euro-Jobs vernichten zunehmend satt machende Arbeitsplätze auf dem Binnenmarkt. Die Zahl der Niedriglöhner wächst. Die Leiharbeitsplätze breiten sich aus. Die Armut erreicht die gut bezahlten Facharbeiter Deutschlands. Wie Tausende dieser Facharbeiter fallen über Tag und Nacht hunderte Handwerker in die Hartz IV-Armut. Eine Armut, die von einem Bundesgerichtshof überprüft wird, ob es eine würdige Armut hierzulande sein darf.
Wo sind wir hingekommen? Wie kann es sein, dass die wenigen auf der anderen Seite der Gesellschaft die gleichen Richter nutzen, um Millionen einzuscheffeln? Wo sind wir gelandet? Im Land der Unmöglichkeiten? Hört man es nicht fasst jeden Tag in den Medien von den Anführern aus der Wirtschaft und Politik: Dass es so schlimm kommt, war uns unmöglich, es kommen zu sehen? Wie auch, wenn man den ganzen Tag auf Gewinnmaximierung schaut und das Erblühen der Landschaften vergisst?
Schauen wir, dass es uns nicht ebenso geht. Wollen wir wachsam bleiben. Am 09. November lädt das Bürgerforum SOZIALKULTUR Plauen i.V. erneut zum Mauerfall auf dem Theaterplatz in Plauen ein. In der Zeit von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

 

Hardy Neumann

 

Erstveröffentlichung in der Zeitschrift der Partei Die Linke im Vogtland "Der Vogtlandbote" Nr. 11/2009

Bericht

 

Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall  nahm sich das Bürgerforum SOZIALKULTUR Plauen i.V. dieses historische Datum zum Anlass anzuklagen und aufzuzeigen, die neue Mauer in den Köpfen, die unser Land teilt. Leider regnete es sehr heftig, sonst wären bestimmt noch mehr gekommen, aber auch so konnte man sehen, wie hier Betroffene in einer gemeinsamen Aktion die Mauer errichteten um sie dann zum Schluss der Veranstaltung zum Einsturz zu bringen.

Nach einleitenden Worten von Christa, rechnete Hardy in einer aufrüttelnden Rede mit diesem System ab. Die neue Mauer sei schon immer da, aber sie ist noch höher geworden, die Mauer zwischen arm und reich. Sie ziehe sich kreuz und quer durch das Land, durchdringt alle Bereiche des Lebens.

Problemfelder waren von den Demonstranten vorher an die symbolische Mauer mit Plakaten sichtbar gemacht worden, ob Bildungsmisere und Sozialabbau, Privatisierung öffentlichen Eigentums, Hartz IV und Niedriglohn, Kriegseinsätze, Rassismus und Überwachung.

Weiter rechnete er mit den Spekulanten des Finanzsystems ab und machte deutlich, dass die nächste Krise, die eine weltweite sei, schon im anrollen sei.

Wer diese Kosten zu tragen habe, sei klar und weitere Einsparungen im Sozialbereich werden auf uns zu kommen.

Er prangerte auch den Bereich Bildung an und dass hier immer mehr zähle, wer Geld für die Bildung aufbringen könne und damit die Schere weiter geöffnet werde.

Mit dem Aufruf, dass die Menschenwürde zu verteidigen sei wurde dann die Mauer von allen gemeinsam zum Einsturz gebracht.

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