Bericht

 

Auf Einladung von Sabine Zimmermann (MdB, Die Linke) nahmen Hardy und ich am Krisengipfel "Schutzschirm für die Menschen - Kampf um jeden Arbeitsplatz!" am 23.06.09 in Zwickau teil.
Die Veranstalter hatten sich bei ca.80 Anmeldungen für einen Raum entschieden, der für die gekommenen über 200 Leute nicht ganz ausreichend war, so dass viele duchtgedrängt stehend der Diskussion folgen mussten. Für mich ein Zeichen, dass das Thema, was wird aus den Arbeitnehmern in dieser Krise brisant und hochaktuell bei vielen ist. Sabine moderierte, Stefan Kademann (IG Metall) sprach das Grußwort und Gregor Gysi als Hauptredner rechnete in bekannt unterhaltsamer aber konsequenter Weise mit dem neoliberalen Wirtschaftssystem, der jetzigen Regierung, aber auch mit Schröder und Fischer ab.
Leider musste er nach seiner Rede gleich zur nächsten Veranstaltung weiter reisen, so dass die nachfolgende Diskussion mit Carsten Krauß, Wirtschaftsförderung Zwickau, Frank Wehnert, von der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit und Dr. Axel Troost (MdB, Linksfraktion) ohne ihn statt fand. Diese gestaltete sich sehr lebhaft, auch den Thesen des Hr.Krauß geschuldet, dass z.B. das niedrige Lohnniveau für ihn ein positiver Standortfaktor sei, dem heftig widersprochen wurde. Herr Wehnert wies u.a. darauf hin, dass im März 2009 1,1Mill.Kurzarbeiter in Deutschland gemeldet waren.
Es kam aber auch unter anderem der Betriebsratsvorsitzende von ENKA Elsterberg zu Wort, dessen Bericht allen klar machte, dass der Schutzschirm bisher nur für Banken und Großbetriebe gespannt ist.
Ja, Ergebnis des Krisengipfels... die Partei Die Linke hat ihr in meinen Augen fundiertes Wahlprogramm vorgestellt, ich meine nur wenn wir uns selbst helfen könnte sich was zum positiven ändern, auf die Regierung zu hoffen, dürfte vergeblich sein. Für mich zu kurz gekommen waren Alternativen zur bestehenden Wirtschaftsordnung wie zum Beispiel Projekte der solidarischen Ökonomie, der verheerenden Wirkung von Zins und Zinseszins, auch eine Loslösung von der leider immer noch vorherrschenden Wachstumsideologie war für mich nicht erkennbar. Aber der doch enge Zeitrahmen von 3h ließen dort eine tiefer gehende Analyse und Diskussion wohl auch nicht zu. Der Gipfel kann in meinen Augen nur der Anfang gewesen sein, ein kleiner Baustein im Kampf um ein besseres Leben für uns alle.

 

 

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