Bericht

 

Mit geschlossener Faust kann man keine Hände schütteln

Erlebnisbericht zur Friedensdemo "Bundeswehr raus Afghanistan" am 20.09.2008 in Berlin


6.15Uhr Plauen oberer Bahnhof, 2 vogtländische Attacies stehen in der zugigen Bahnhofshalle. "Bewaffnet" mit Friedensfahne und Papp-Tornado wollen wir in Berlin unsere Meinung "Frieden schaffen! Bundeswehr raus aus Afghanistan" kund tun. So wie wir kommen in Berlin Genossen der Linke, der DKP, Friedensgruppen, Attacies, Autonome, Gewerkschafter und viele mehr zusammen, um zeigen, dass sie bereit sind, die Meinung der Bevölkerungsmehrheit, "Truppen raus aus Afghanistan, dem Frieden eine Chance geben!" auf die Straße zu tragen. Ob nun 3000, wie die Polizei behauptet, oder 8000 wie der Veranstalter auf der Abschlusskundgebung verkündet, zusammenkommen ist eigentlich nicht primär wichtig. Das Zusammengehörigkeitsgefühl über Gruppen- und Parteigrenzen hinweg, zu sehen wie phantasievoller, friedlicher Protest aussehen kann, das ist es, was diesen Tag so wertvoll macht.
Treffpunkt der Auftaktsdemo ist das Brandenburger Tor. Hier an historischer Stätte, wo Kriegsgegner und Militaristen schon machtvolle Demonstrationen durchführten, wird von der kleinen Bühne herab unmissverständlich und klar unsere Forderung erhoben. Da ist kein Platz für taktisches Geplänkel und einem "vielleicht" bzw. "unter bestimmten Voraussetzungen" zum Thema Besatzungstruppen in Afghanistan. Die Medienpädagogin Sabine Schiffer aus Erlangen greift die Medien und ihre irreführende Berichterstattung an, Aleida Guevara March, Tochter von Ernesto »Che« Guevara ruft zur sofortigen Beendigung des Truppeneinsatz auf. "Kein Volk hat das Recht, in die inneren Angelegenheiten eines anderen Volkes einzugreifen".
Politische Probleme kann man nur mit politischen Mitteln lösen, oder anders gesagt, "wenn ich den Taliban ne Knarre an den Kopf halte, werde ich sie wohl kaum davon überzeugen können, dass ich recht habe", wie ich es in einem ZDF-Interview formuliere oder wie treffend auf einem Transparent geschrieben steht "Mit geschlossener Faust kann man keine Hände schütteln", das ist das Credo des Protestes.
Nach einem Marsch durch die Berliner Innenstadt, findet am Gendarmenmarkt die Abschlusskundgebung statt, ob als Rap, als Reden oder getrommelt, unsere Botschaft ist auch hier klar. Wenn der Bundestag Mitte Oktober über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr um 14 Monate und damit über den Zeitpunkt der Wahl des Bundestages hinaus, entscheiden wird, fordern wir die Umsetzung des Willens der Bevölkerungsmehrheit und ein "Nein".

Detlef Streich, Attac Vogtland

 

Zeitungsberichte:

Neues Deutschland

 

Junge Welt

 

 

Heute-Sendung mit Demobericht vom 20.09.2008

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